Die Ursachen
Die genauen Ursachen der Spondylarthritis sind noch immer nicht genau geklärt, jedoch sind sie womöglich in einer Störung des Immunsystems zu finden. Wenn der Tumornekrosefaktors-α therapeutisch gehemmt wird, gehen die Symptome der Spondylarthritis ebenfalls zurück, was die Vermutung nahelegt, dass dieser eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielt. In dem entzündeten Kreuzbein-Darmbeingelenk treten T-Helferzellen (CD4+ T-Lymphozyten), cytotoxische T-Zellen (CD8+ T-Lymphozyten) und Fresszellen auf, wobei dafür kein Auslöser festgestellt werden kann. Jedoch könnten autoimmunologische Phänomene gegen das im Knorpel vorhandene Proteoglycan Aggrecan die Ursachen sein.
Auch treten bei vielen Patienten eine erhöhte Antikörper-Titer im Blut auf, jedoch konnte noch kein Zusammenhang mit der Erkrankung ermittelt werden. Eine weitere Besonderheit ist die Präsenz von HLA-B27. Dieses Antigen welches auf weißen Blutkörperchen verankert ist. Das verschieden häufige Vorkommen dieses Antigens steht in einer Beziehung mit dem Auftreten der Krankheit. Heute geht man davon aus, dass die Krankheit größtenteils genetisch bedingt ist, wobei das HLA-B27 einer der besten bekannten Marker ist, jedoch nicht als Ursache betrachtet werden sollte.
Allerdings gibt es Studien, nach denen IgA-Antikörper, welche eigentlich gegen Bakterium Klebsiella pneumoniae agieren sich auch gegen das HLA-B27-Molekül richten. Das löst dann eine Autoimmunreaktion aus.